Es hätte wohl nicht der Corona-Krise bedurft, um zu verdeutlichen, wie systemrelevant Pflegerinnen und Pfleger sind. Für eine dauerhaft gute Pflege bedarf es einer besseren Bezahlung und besseren Rahmenbedingungen, wie z.B. ausreichenden Erholungszeiten.
Neben den großen spezialisierten Kliniken muss es auch weiterhin flächendeckend und wohnortsnah genügend Krankenhäuser geben. Dort, wo der Irrglaube sich durchgesetzt hatte, dass Kliniken privatisiert werden sollten, gab es überdurchschnittlich viele Tote.
Die Schließung von Notfallpraxen im ländlichen Raum ist das vollkommen falsche Signal. Wer am Wochenende mediziniscche Hilfe - bei gleichzeitig schlechter Anbindung mit dem ÖPNV - benötigt, kann nicht adäquat behandelt werden.
Der Unterversorgung mit Ärzten im ländlichen Raum muss aktiv entgegengenwirkt werden, zum Beispiel durch finanzielle Förderung von Medizinstudenten, die auf dem Land arbeiten werden oder auch durch telemedizinische Behandlungen, also die Möglichkeit, Sprechstunden per Videokonferenz durchzuführen.